Kennen Sie das SATOR-Quadrat?

In diesem Artikel schlagen wir Ihnen eine unveröffentlichte und vollständige Übersetzung dieser geheimnisvollen Inschrift vor, indem wir nach ihrem echten Ursprung eine plausible Deutung geben.


Seine buchstäbliche (und noch provisorische) Übersetzung ist die Nächste: "Der Sämann - arepo (?) - hält mit Vorsicht (1) die Räder" oder "Es sind die Räder, die mit Vorsicht der Sämann - arepo (?) - aufrechterhält". Es ist leicht, das Wesen dieser Inschrift in ihrer  ersten Lesung mit Lateingrundkenntnissen zu verstehen. Dennoch sind die Bedeutung und die Funktion dieses Quadrats für zahlreiche Personen im Laufe der Jahrhunderte verborgen geblieben. Wir denken, dass man diese Lesung nicht erschweren sollte, was für die Zeitgenossen dieser Inschrift im ersten Jahrhundert unserer Zeit eben klar sein sollte. Wir sind ausserdem davon überzeugt, dass es nicht notwendig ist, auf Esoterik oder kabbalistische Forschung zurückzugreifen, um ihre Bedeutung zu erfassen. Übrigens diese Forschungs- oder Lehrmethoden haben es nicht geschafft, uns mit logischen Argumenten zu überzeugen (2).

EINFÜHRUNG

Diese Lateininschrift ist im ganzen Römischen Reich seit dem ersten Jahrhundert unserer Zeit gekannt und die Ehemaligsten sind in Pompeji bestätigt. Diese Tatsache ist interessant: die ersten bewahrteten SATOR-Quadrate und die den Vesuvs Ausbruch überstanden haben liegen also zwar vor dem Jahr 79 nach Christus.

Eine weitere interessante Tatsache: dieses SATOR-Quadrat kann sich in alle Richtungen lesen lassen, ohne seinen Sinn zu verlieren! Weil die Lateinsprache so erlaubt, hat dieses Multipalindrom die gleiche Bedeutung, wie von oben nach unten und von unten nach oben, sowie von links nach rechts und von rechts nach links; es kann ebenfalls andersherum in Zeilen wie in Spalten gelesen werden: entweder SATOR-AREPO-TENET-OPERA-ROTAS oder ROTAS-OPERA-TENET-AREPO-SATOR; und sogar in Bustrophedon: entweder SATOR-OPERA-TENET-AREPO-ROTAS oder ROTAS-AREPO-TENET-OPERA-SATOR.  

DER SÄMANN

SATOR bedeutet in Latein der Sämann und nochmal: der Pflanzer, der Handwerker. der Autor, der Schöpfer, der Vater (3).

Da der Sämann nicht AREPO heissen kann, wissend, dass AREPO kein Eigenname sein kann (siehe unten die gegebene Erklärung in der Rubrik BEDEUTUNG DER AREPO), fragen wir uns also, wer dieser berühmte Sämann sein könnte.

Wenn er eine mythische Göttlichkeit gewesen wäre, wäre sein Name auf genauere Weise, als Iasion, der Sohn von Zeus zum Beispiel, vielleicht der berühmteste Sämann der griechisch-lateine Mythologie erschienen. Es wäre notwendig gewesen, eine unter den Hunderten griechisch-römischen Gottheiten zu erwähnen, die es gab, um sicher zu sein, wer es war. Das Verlassen der künstlerischen Unschärfe in der Epigraphik, nach dem bekannten Beispiel des "unbekannten Gottes" (4), veranlasst uns nicht, sofort an Iasion zu denken.

Wenn wir in der Geschichte konkreter nach dem Namen eines berühmten Landwirtes suchen, finden wir Lucius Cincinnatus, im 5. Jahrhundert vor Christus. Besonders gelobt von Cato dem Älteren für seine römischen Tugenden (Geradheit, Ehrlichkeit, Integrität, Sparsamkeit und Desinteresse persönlicher Ehrgeiz, Hingabe und Arbeitsfähigkeit, usw.), Cincinnatus hat dennoch seine Mitbürger durch bemerkenswerte Gesetze und eine bewährte Militärstrategie schützen gekonnt (5). Es scheint jedoch unwahrscheinlich, dass man 500 Jahre nach seiner Existenz (es handelt sich um ein halbes Jahrtausend!) auf Cincinnatus anspielen würde, ohne ihn ausdrücklich zu nennen. 

Also müssen wir nach einer anderen Spur suchen und eine andere Erklärung finden.

Eine der beiden in Pompeji entdeckten Lateininschriften kann uns einen weiteren Hinweis geben: sie befindet sich im Haus von Paquius Publius Proculus und seiner Frau. Diese Inschrift umgab die beiden TENET mit einer Linie, was ein sehr sichtbares griechisches Kreuz in ihrem Zentrum bildet. 

Nun erinnert das Kreuz an das christliche Symbol; es suggeriert also eine geistlichere Inspiration und Berufung dieser Inschrift. Daher mag die Übersetzung des Quadrats im Lichte dieser Entdeckung noch kosmologischer sein: "Der Sämann (Autor, Schöpfer) - arepo (?) - hält vorsichtig die Räder (die Scheiben der Sterne... also das Universum)".

Es drängt uns auch, weiter in den Raum, aber nicht in die Zeit zu suchen, da, wie wir gesehen haben, die Anspielung auf eine Person relativ zeitgemäss mit dem Datum der Entstehung der Inschrift sein muss, so dass diese Anspielung verständlich ist und wir wissen, auf wen wir uns beziehen.

Also müssen wir jetzt nur noch nach den Spuren eines Mannes suchen, der kurz vor dem Ausbruch des Vesuvs lebte und dessen Berühmtheit auf der italienischen Halbinsel vor dem Jahr 79 nach Jesus Christus vorhanden war.

Bei all diesen Voraussetzungen müssen wir nur an einen Mann denken, der in Palästina lebte und der, obwohl bekannt, gerne diskret handelte. Ein Mann, der sich in den Jahren 30 als Sämann präsentierte, entweder verborgen, aber explizit, im allerersten Gleichnis, das er den Menschen lehrte, das berühmte Gleichnis vom Sämann (6).

Der Schlüssel zu diesem Quadrat ist, zu entschlüsseln, wer hinter diesem SATOR steckt. Wenn wir bedenken, dass der Sämann Christus sein könnte, betreten wir eine neue, völlig neue Welt, sowohl für die Römer als auch für uns selbst.

DER VATER

Also lasst uns unsere Forschung fortsetzen. Es sollte daran erinnert werden - und das darf nicht vergessen werden -, dass SATOR auch die Bedeutung des Vaters hat, neben seinen anderen Sinnen wie: Pflanzer, Sämann, Handwerker, Autor und Schöpfer.

Auch ohne bei der Analyse des Quadrats sehr weit zu gehen, entdeckt man leicht diese Verbindung zwischen dem Sämann und dem Vater. Die gleiche Bedeutung ist im ursprünglichen Verb des Wortes SATOR enthalten (sero, sevi, satum was bedeudet: pflanzen, säen, impfen; verbreiten, fortpflanzen, erzeugen, hervorbringen).

Das ist interessant: ein Sämann ist auch ein Vater. Bildlich gesprochen ist der Sämann der Vater der Pflanzen, die er geboren hat, indem er ihre Samen in den Boden warf.

Noch interessanter: wenn wir die 25 Buchstaben dieses Quadrats verwenden (7) und sie wie im Spiel Scrabble neu zusammensetzen, finden wir das griechische Kreuz in 2 Dimensionen wieder, aber auf andere Weise, diesmal versteckter.

Aus diesem Anagramm - das N bleibend natürlich der einzige zentrale Buchstabe des neu gebildeten Kreuzes - entstehen die ersten beiden Worte des Vaterunser, das von Jesus gelehrte Gebet zu seinen Jüngern, umrahmt von den Vokalen A und O, die Lateinversionen des Alpha und des Omega, der erste und der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets (8).

Daraus lässt sich leicht ableiten, dass der Sämann auch der Vater ist.  

DER SÄMANN IST UNSER VATER

Die Tatsache, zweimal das Vaterunser und die A-O in diesem Quadrat zu finden, lässt uns glauben, dass diese Wiederholung gut gemeint ist: sie ist nicht dazu da, die Löcher zu füllen. Tatsächlich ist in diesem Quadrat nichts dem Zufall übergelassen (9).

Zwischen uns gesagt und als Beweis des Zeugnisses auch, das Kreuz erscheint gut zweimal in diesem Quadrat: einmal mit der Kreuzung der beiden TENET (in einer sichtbaren Weise) und ein zweites Mal mit der Kreuzung der beiden PATER NOSTER (in einer mehr versteckten Weise).

Dieses Quadrat bezeugt also, dass der Sämann auch der Vater ist, dass der Vater in der Person des Sämannes verborgen ist; dieses Quadrat bezeugt dazu, dass der Sämann unser Vater ist, denn SATOR


ist PATER NOSTER, und zwar der Anfang und das Ende (A-O), der Tod und die Auferstehung (O-A); dass ein Mensch Gott ist und Gott Mensch geworden ist; dass diese Tatsache unwiderruflich ist (9).

Es ist erstaunlich, dass, obwohl es in der Epigraphik in der Regel eher der Mensch ist, der versucht, eine Göttlichkeit anzusprechen, es scheint hier das Gegenteil zu geschehen: es ist, als ob Gott versucht, sich mit den Lesern auf geheimnisvolle und tiefe Weise zu verbinden, indem er ihr Vater sein will.

So ist das Vaterunser seit seiner Entstehung, seit seiner Erfindung gut in diesem Quadrat enthalten, auch wenn seine Wiederentdeckung oder Neuinterpretation erst seit relativ kurzer Zeit bekannt ist.

BEDEUTUNG VON AREPO

Nun zu AREPO. Dieses Wort taucht nur einmal unter allen lateinischen Inschriften und Texten auf, die existieren, deshalb sagen viele, dass es sich um ein hapax legomenon ("nur einmal gesagt") handelt. Wir würden es vorziehen zu behaupten, dass es ein unbekanntes Wort ist, da seine Bedeutung völlig unbekannt ist: dieses Wort kann also weder ein neues Substantiv, noch ein für diesen Anlass erfundener Eigenname sein. Daher ist es unmöglich, seine Bedeutung zu erraten.

Wir werden es jedoch tun, indem wir den gesamten Kontext berücksichtigen, die notwendige Haltung, um jedes unbekannte Wort zu entschlüsseln, und wir werden sehen, dass wir seine Bedeutung auf sehr einfache Weise wiederentdecken können, indem wir AREPO (unbekanntes Wort) in drei (bekannten oder erkennbaren) Wörter zerlegen: A-RE-EPO.

So, nach den Regeln der lateinischen Metrik, die die Elision des E ermöglicht, wie in der Poesie und in der Redekunst übrigens, lesen wir einfach: A R(E) EPO, davon (von diesem Quadrat), sage ich (spreche ich); davon bezeuge ich, ich bezeuge das.

Um dies zu tun, latinisieren wir das griechische Verb eipein (sagen, singen, rezitieren, ordinieren; das wird epo in Präsens Indikativ geschrieben), ein Verb, das in Griechenland zu dieser Zeit in seiner archaischen Verwendung sehr bekannt ist, aber auch in seiner neueren Verwendung (10); es ist nicht schwer vorstellbar, dass seine Bedeutung in Rom nicht ignoriert werden sollte. EPO wäre in der Tat ein hapax an sich, aber seine Bedeutung sollte eigentlich nicht so schwer zu verstehen sein, da Griechisch die internationale Sprache der damaligen Zeit war (11).

Ausserdem, um Palindrom zu sein, wird A R(E) EPO auch, daher und umgekehrt, OP(E) ERA lesen, wo wir die gleiche Fusion der beiden E in einem finden werden. OPE ERA bedeutet "mit souveräner Gewalt". Ops, opis, weiblich, bedeutet die Stärke (es ist ein Ablativ der Mittel) und ERA wäre der zweite hapax in diesem Fall.

Wie wir zum Beispiel sagen, sowohl jetzt als auch im ersten Jahrhundert unserer Zeit, "mit herkulischer Kraft", konnten wir hier eine identische Konstruktion finden, in der (h)era das weibliche Adjektiv era von erus, era, erum wäre, direkt aus dem Eigennamen Hera ausgezogen, was "die Herrscherin" bedeutet. Wer kannte in der griechischen Mythologie nicht die beiden wichtigsten Gottheiten, Zeus und Hera, seine Frau und Schwester? Da der Buchstabe h nicht ausgesprochen und oft auch nicht geschrieben wurde, lässt sich das Wort ERA unserer Meinung nach leicht als das weibliche Adjektiv era "souverän" erraten.

Wir werden daher eher zwei hapax (EPA und ERA) vorschlagen, mit einer klaren und plausiblen, einfachen und möglichen Lesart von AREPO in beide Richtungen, was uns am Ende die Lesart OPE ERA gegenüber OPERA (12) vorzieht und dies auch aus Gründen der internen Logik (13).

ÜBERSETZUNG DER INSCHRIFT 

Schliesslich ist klar, was gut durchdacht ist, sagte Albert Einstein, um so Nicolas Boileau-Despréaux zu paraphrasieren. Unser Übersetzungsvorschlag dieses einfachen und tiefen Quadrats ist der Nächste: "Der Sämann - ich bezeuge das  - unterstützt das ganze Universum mit seiner souveränen Kraft" und umgekehrt, "Es ist das ganze Universum, dass mit seiner souveränen Kraft der Sämann hält   -  ich bezeuge das".

Zwischen uns diese Weise, den Leser herauszufordern, den der Lapidar hat, wie diese Einfügung in den Text "- ich bezeuge das -" ist in der Epigraphik (z.B. auf Grabstelen) häufig, wie es auch in der Bibel ist (14).

DATIERUNG UND EINFLUSS  









Für diejenigen, die sich über den Ursprung des Wappens von Asturien (Provinz Spanien) wundern, ist es nicht weiter den wahren Ursprung des Siegeskreuzes zu suchen: seine Inspiration kommt sicherlich vom Sator-Quadrat, der auf der iberischen Halbinsel schon lange vor der Schlacht von Covadonga mit Pelagius dem Eroberer im Jahre 722 unserer Zeit ausgestrahlt wurde (eine Episode, die auch das Ende der muslimischen Expansion in Spanien sowie die Entstehung des Königreichs Asturien und den Beginn der Reconquista markierte).

Ausserdem und merkwürdigerweise stellt unser Quadrat die ganze spätere Ikonographie des Kreuzes dar - dekoriert mit den beiden griechischen Buchstaben A-O, wie übrigens das Chi-Rho (Christusmonogramm) in dem gleichen Register - Darstellungen, die in den ersten Jahrhunderten unserer Zeit und vor allem seit dem vierten Jahrhundert üblich sein werden (siehe Foto gegenüber: das Chi-Rho der Katakomben von Rom, wo das Alpha und das Omega invertiert erscheinen. Siehe auch Anmerkung 15).

Dazu stellen wir aus Gründen der inneren Kohärenz dieser beiden Schriften die Datierung des Quadrats fast zeitgemäss zur Schrift der Offenbarung des Johannes (66-67), d.h. in den Jahren 60-65. Man könnte dieses Quadrat sogar als das Testament des Apostels Paulus betrachten.

In Wirklichkeit geht es nicht darum, die jüdische Präsenz in Rom und die Zahl der dort lebenden Christen im ersten Jahrhundert unserer Zeit zu minimieren, was auch durch die Apostelgeschichte und den Römerbrief (Kap. 16) bestätigt wird, zusätzlich zu den Annalen von Tacitus und dem Zeugnis von Eusebius von Cäsarea. Vergessen wir auch nicht die Zahl der Christen, die von Nero in 64 gemartert wurden und die leider in die Hunderte gingen....

So konnte dieses Quadrat bereits als Botschaft für die Christen untereinander dienen, ausgehend von diesen schwierigen Zeiten für sich selbst.

ABSCHLUSS

Am Ende mag dieses SATOR-Quadrat als christliches Geheimsymbol, als Tarnung für die Botschaft des Kreuzes, erschienen sein, sowohl in polytheistischen oder mithraischen Kreisen jener Zeit, die nach der Verkündigung der Wahrheit weniger tolerant geworden waren, als auch in Zeiten der Verfolgung von Christen aus politischen Gründen, weil diese nahmen nicht an, den Kaiser anzubeten.

Trotzdem bleibt die Botschaft dieses Quadrates klar: es ist die des gekreuzigten, aber auferstandenen Sämann-Schöpfers, denn er hält alles in seiner grossen gütigen und väterlichen Macht. Diese Botschaft ist ein Epos, selbst zu erleben und mit anderen zu teilen: es ist wirklich die gute Nachricht von der Erlösung, frei, fest und ewig, in Jesus Christus.

Das Interesse, wie die riesige Besonderheit dieses Quadrats, ist, dass es in Latein geschrieben wurde und dass sich die Botschaft des Evangeliums in dieser neuen Sprache verbreitete - in Form einer Zusammenfassung und eines zu entdeckenden Quiz - lange vor der ersten zuverlässigen Lateinübersetzung der Bibel, die Vulgata, die erst einige Jahrhunderte später (seit 405 in Wirklichkeit) vollständig erscheinen wird (16). Vergessen wir nicht, dass noch im Jahre 57 der Apostel Paulus an die Römer schrieb... auf Griechisch.

Der zusätzliche Beweis, dass dieses Quadrat einen unbestreitbaren christlichen Ursprung hält, ist genau die ganze Polemik, besonders später, die aus den Kreisen (insbesondere der Esoterik) kommt, die seine Botschaft nicht angenommen haben. Aber durch seinen Ursprung, durch seine Originalität, wie durch seine Funktion und durch seine enge Verbindung mit dem Buch der Bücher sind wir überzeugt, dass dieses Quadrat weder magisch, noch esoterisch, noch kabbalistisch, noch keltisch und noch druidisch ist; es ist mehr als das: es ist eine Lebensnachricht.

Schliesslich gäbe es dazu noch viel mehr zu sagen. Trotzdem werden wir mit dem Wesentlichen schliessen: unserer Meinung nach überträgt dieses Quadrat zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit die Botschaft des Evangeliums in lateinischer Sprache und darüber hinaus in einer sehr komprimierten Form, die immer noch das gesamte griechische und hebräische Kulturgepäck dieser Zeit enthält.  Es ist die einzige Botschaft der guten Nachricht  -  in Latein -, die wir kennen, auftauchend - direkt und zum ersten Mal - aus dem westlichen Teil des Römischen Reiches zu Beginn der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts unserer Zeit.

Ganz einfach,

Olivier Perret

ANMERKUNGEN UND REFERENZEN 

1. Opera kann der Nominativ oder der Akkusativ Plural von opus, operis, sächlich sein: die Werke. Wir ziehen den Ablativ von opera, ae, weiblich vor: die Arbeit, die Werk, die Tätigkeit, die Sorge; was hier von einem Adverb von Weise übersetzt werden kann: mit Sorge, mit Vorsicht, sorgfältig.

2. Nach unserem Kenntnisstand haben diese Forschungswege, die unter anderen Esoterik und die Kabbala sind, bis jetzt nicht gekonnt: a) eine Übersetzung dieser Inschrift zu geben, ohne dass sie sogar leicht lesbar und verständlich sein soll; b) die Bedeutung von AREPO zu erklären; c) die Bedeutung seiner inversen OPERA zu erklären, indem sie der gleichen Argumentation für OPERA folgt wie für das Verständnis von AREPO; d) wissen, wie man mindestens einen weiteren lateinischen Satz mit den gleichen Buchstaben des Quadrats erzeugt, aber ohne es zu vergessen, dass diese Inschrift eine interne Kreuzung mit dem Buchstaben N hat und dass es sich nicht nur darum handelt, 5 Wörter mit 5 Buchstaben zu bilden, sondern dass diese sich auch überlappen und durch ihr vertikales Lesen eines der 5 Wörter, die das Quadrat bereits in der Mitte horizontal enthält, nach dem Beispiel des TENET bilden müssen; e) eine einfache Erklärung des Grundes für diese Inschrift zu geben, ohne sogar eine ebenso einfache wie tiefgründige Botschaft zu benötigen; f) und die Besonderheiten dieser Lateininschrift in ihren Verbindungen mit Griechisch und Hebräisch zu respektieren .

Ausserdem, nur in dieser Reihenfolge von Idee und Denkweise erwähnen, zum Beispiel, Paul Veynes Artikel, Le carré Sator ou beaucoup de bruit pour rien (À la mémoire de Georges Ville) in: Bulletin de l'Association Guillaume Budé: Lettres d'humanité nº27, décembre 1968, p. 427-460 (wo der Titel seines Artikels auch seinen Inhalt zu beschreiben scheint) in: https://www.rechercheisidore.fr/search/resource/?uri=doi:10.3406/bude.1968.3477, am 15.06.2017 konsultiert.

3. Siehe das Gaffiot-Wörterbuch in der angegebenen Bibliographie.

4. Apostelgeschichte 17: 23.

5. Es ist uns hier nicht gelungen, eine umfassende Studie über allen Sämännern und Landwirten durchzuführen, ob fiktiv oder nicht, die in der römischen Epigraphik erscheinen. Für alle Interessierten könnte dies ein Thema für eine Abchlussarbeit sein...

6. Das Gleichnis vom Sämann: Mt 13:3-8,18-23.

7. Wenn wir die Regeln der Wortkomposition des Scrabble-Spiels einhalten wollen, sollen wir davon sorgen, dass dieses Quadrat - mindestens - 26 Buchstaben und nicht 25 enthält, weil der N von TENET verdoppelt sein soll, da er als Kreuzung zweier Wörter dient (Wir denken unsererseits, dass dieses Quadrat sogar tatsächlich 28 Buchstaben enthalten kann: siehe unsere Anmerkung 13).

8. Erinnern wir uns auch an die Worte Jesu: Ich bin das A und das O, der erste und der letzte... (Of 1:8,17; 21:6; 22:13), Ich und der Vater sind eins (Joh 10:30,38) und Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich! (Joh 14:6).
Dies lässt uns noch an Jesaja 44:6 denken So spricht JHWH, der König Israels, und sein Erlöser, JHWH der Heerscharen: Ich bin der Erste, und ich bin der Letzte, und ausser mir gibt es keinen Gott.

9. Da in der Bibel die Zahl 2 das Zeugnis darstellt (siehen zum Beispiel die 2 Gesetzestafeln, die 2 Testamente: das Alte und das Neue, die 2 Zeugen der Offenbarung, usw.), die Wiederholung (eines Traumes oder eines Wortes) zeigt ebenfalls die feste Entschlossenheit seines Autors an (siehe die Träume des Pharaos und das Erscheinen der Hand vor Beltsazar, zum Beispiel, wo die göttliche Verkündigung fest und erfüllt ist: Ge 41:32, 45:6-7; Da 5:25-30).

10. Siehe das Bailly-Wörterbuch in der angegebenen Bibliographie.

11. επω, das EPO wird, wäre heute so, als ob ich es zum Beispiel aus dem Englischen, der internationalen Sprache unserer Zeit, übernehmen würde: ich blogge. Sie verstehen leicht, dass das bedeutet: ich schreibe einen Kommentar oder einen Artikel in meinem Blog...

12. Lectio difficilior potior: wir bevorzugen die schwierigste Version oder Lektion, ebenso wie das Prinzip der Textkritik in der Philologie erfordert.

Darüber hinaus wird die Fusion oder Elision des E von OPEERA Synalee genannt: dies sind zwei Vokale, die von einer einzigen Sprachübertragung, OPERA, ausgesprochen werden.

Ausserdem  findet sich dieses Verfahren auch in der anderen in Pompeji gefundenen Inschrift, in dem SATOR-ROTAS-Quadrat, sowie in dessen Gegengraffiti: siehe Anmerkung 6 unseres Artikels in https://blog-d-olivier-perret.webnode.es/das-sator-rotas-quadrat-von-pompeji/.

13. SATOR-AREEPO-TENNET-OPEERA-ROTAS: 28 Buchstaben insgesamt. EE-NN-EE sind 3 Gruppen von je 2 Buchstaben, die zu einem verschmelzen, 3 in 1, das lässt uns auch an den dreieinigen Gott denken: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Christus ist die sichtbarste Person der Dreieinigkeit, während der Vater und der Heilige Geist in der persönlichen Erfahrung des Christen diskreter und tiefer sind. So ist Christus im Zentrum wie der N des Quadrats (Of 5:6 Und ich sah, und siehe, in der Mitte des Thrones... ein Lamm, das da war, wie geschlachtet).

Wenn wir aber bei unseren 26 Buchstaben bleiben wollen, sollen wir uns erinnern, dass der Gottesnammens Wert, das berühmte JHWH-Tetragramm, im Hebräischen 26 beträgt.

14. Siehe insbesondere Mt 24:15; Mar 13:14; Luk 21:20; He 10:7; Of 13:18; 22:20. Tatsächlich kann diese Einfügung auf verschiedene Weise verstanden werden: entweder ist es der Steinschneider, der zu uns spricht (oder Gott, der direkt zu seinen Lesern spricht), oder es ist der Leser, der, nachdem er die Bedeutung der Botschaft gelesen und verstanden hat, sie bestätigt und sie wiederum verkündet, weil er sie sich zu eigen gemacht hat.

15. Wir reproduzieren ein Bild des gezogenen Artikels von D. Mariano Andrés Puente, Catedrático de Latín, El crismón: Historia y Evolución, p. 119 in https://www.aspur.org/docs/el%20crismon.pdf, am 15.06.2017 konsultiert. 

16. Sogar das INRI (Iesus Nazarenus, Rex Iudaeorum: Jesus von Nazareth, König der Juden), eine weitere berühmte ikonographische Inschrift, kommt viel später.

Bibliographie: 

Was insbesondere den Ursprung dieses Quadrates betrifft, ausser dem Korpus der Lateininschriften (CIL) und der Wörterbücher F. Gaffiot (Latein-Französisch, Buchhandlung Hachette, Paris, 1934) / A. Bailly (Griechisch-Französisch, Buchhandlung Hachette Paris, 1960), haben wir einige Artikel und sehr interessante Bücher eingesehen:

  • Charles Cartigny, Le carré magique, testament de Saint-Paul, Diffusion Picard, Paris, 1984 (mit neuer Analyse von AREPO)
  • Nicolas Vinel, Le judaïsme caché du carré SATOR de Pompéi, in Revue de l'histoire des religions, Ed. Armand Colin, Paris, 2/2006 varia p.173-194
  • Jean Subiran, L'élision dans la poésie latine, Paris, C. Klincksieck, 1966
  • Felix Grosser, Ein neuer Vorschlag zur Deutung der Sator-Formel, Archiv für Religionwissenschaft, XXIV 1926, pp. 165-169 (mit der Wiederentdeckung des Pater Noster)
  • Jean-Marie Mathieu, Le carré SATOR, le Pater Noster et la Croix, Le Cep nº44, juillet 2008 (Centre d'Etudes et de Prospectives sur la science:  www.le-cep.org) in https://www.contrelitterature.com/archive/2008/09/19/le-carre-sator-le-pater-noster-et-la-croix.html, am 25.03.2017 konsultiert
  • Leonor E. Molero Alcaraz, Comentario filológico de un epígrafe latino (CLE 960), in https://institucional.us.es/revistas/philologia/4_2/art_12.pdf,  am 28.02.2017 konsultiert (mit sehr relevanten allgemeinen epigraphischen Bemerkungen)
  • Die Heilige Schfrift, Schlachter 2000 (SCH2000) in: https://www.biblegateway.com/ (Kol 2:3 - in Christus alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis verborgen sind)

Einige Kommentare...

Like (Zanda Chitiashviu, Georgia - 17.06.2018)

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